Honolulu Baby!

ALOHA! Habt ihr das diese Woche auch mitbekommen?? Die Sonne hat sich über München mal wieder sehen lassen! Naja – am Wochenende soll’s das eh schon wieder gewesen sein mit dem schönen Wetter. Um aber dem miesen Wetter zu trotzen gibt’s da was „ganz“ Neues in München. Es handelt sich um „Poke Bowls“. Was bisher nur auf Hawaii als Nationalgericht bekannt ist, wird jetzt auch in der bayerischen Landeshauptstadt angeboten. Also Abmarsch nach Maxvorstadt (mit Surfbrett oder auch ohne) und überzeugt euch selbst vom aktuellsten Food-Trend. 

Den ewigen Witz um die essbaren Pokebälle kann Inhaber Tom des Restaurants Aloha Poke auch schon nicht mehr hören. Was genau ist also drin in der besagten „Poke Bowl“? Es klingt so simpel wie auch lecker. Grundbasis der Bowl ist Reis – entweder Natur oder weißer Reis. Danach kommt der entscheidende Faktor: die Toppings. Die Auswahl erschlägt einen auf den ersten Blick vielleicht, aber nach einem kleinen Plausch mit den Angestellten lässt sich alles ganz einfach auswählen. Wirklich frischer Fisch ist ein Muss in der Bowl. Ganz klassisch gibt es Tuna, Lachs und Prawns. Beim „Catch of the day“ gibt es täglich die unterschiedlichsten Arten an Meerestieren – in unserem Fall Tintenfisch. Ähnlich wie in der Eisdiele können nun bis zu 4 Millionen (!!!) unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten ausgesucht werden. Wer mich kennt, weiß, dass ich zu Edamame niemals nein sagen könnte und habe somit mein erstes Topping schon im Vorfeld gefunden. Zum Tuna gabs dann noch Avocado und Mango dazu – Dressing mit Korriander und oben drauf crunchy Seaweed und geröstete Sesamkörner – läuft! 

Wen die Auswahl zu anfangs überfordern sollte, kann sich auch eine der schon vorab kombinierten Bowls schmecken lassen. Preislich muss man erwähnen, dass es für uns definitiv nicht zu einem täglichen Genuss ausarten wird. 9,40 Euro für die kleine und 12,40 Euro für die große Portion schlägt eher auf den eigenen Kontostand als auf den Magen. Dennoch ist die Qualität der Zutaten ausgezeichnet – vor allem beim frischen Fisch. Preisleistung ist also top! Um im neuen „Feriendomizil“ in der Maxvorstadt auch Platz beim Essen zu haben, sollte man eher zum Lunch vorbeikommen. Abends kann es dann doch wieder etwas voller werden. 

Mein Anreiz über das Aloha Poke zu schreiben ging eher davon aus, dass ich ein riesen Hawaii-Fan bin. Wie kann ich das sagen, ohne jemals dort gewesen zu sein? In meiner Vorstellung wird dort barfuß an der Küste entlang flaniert – natürlich mit Blumenkranz um den Hals und die Ukulele hat man dort sowieso immer mit dabei - nur ein bisschen cheesy. Wer Filme wie Stitch oder Aloha gesehen hat wird genau verstehen wie ich darauf komme (Ohana bedeutet Familie und so). Als kleiner Anreiz gibt hier noch den allerbesten Pixar-Kurzfilm. Taschentücher bereit? 

Die Macher vom Aloha Poke sind genau richtig zum Münchner „Sommerbeginn“ auf den Foodtrend-Zug aufgesprungen. Nach dem riesen Hype um die Acai Bowls geht es nun mehr in die herzhaftere Richtung. Der große Andrang war schon in den ersten Tagen in der Türkenstraße zu erkennen. Also auch die Münchner lassen sich eben von manchen Szene-Strömungen inspirieren. Ob wir in einem Jahr noch die Möglichkeit haben werden, ein bisschen hawaiianisches Feeling nicht nur an der Eisbachwelle spüren zu können, sondern auch mit den Poke Bowls, bleibt fürs erste noch ungewiss – nicht jeder Food-Trend konnte bisher ganz vorne mitschwimmen. 

Hier unsere Bewertung auf einen Blick

Aloha Poke
Türkenstraße 80
80799 München

 Öffnungszeiten
Montag - Samstag: 11.00 – 22.00 Uhr

 So findet ihr das Restaurant